Kartenname: Sandros Gericht
  (Teil 6 von "Der Aufstieg und Fall von Sandro")
Datum: 28. Mai 2008
Autor und Mapmaker: ByteBandit (lightmage55@yahoo.com)
Deutsche bersetzung: Koni (lewikon@t-online.de)
Datei-Name: Sandros Gericht.h4c (engl. Version Sandros Judgement.h4c)
Weitere Verbesserung im Gameplay: Muszka (dev7l@yahoo.com)
Ergnzende Storyelemente: Koni (Lewikon@t-online.de)  
Gre: Extra Large mit Untergrund
Version: Heroes of Might & Magic IV (Equilibris)
Sieg-Bedingung: Alle besiegen, damit Sandro die Pforten von AvLee betreten kann.
Niederlagen-Bedingung: Sandro verlieren, sodass er nicht mehr weiterexistiert.  
Kartentester: Muszka, Koni, ByteBandit


Beschreibung:

     Rauch wlzte sich ber Nicolais Kopf. Die ganze Luft in der Unterwelt war von Rauch geschwngert. Sein Pferd hatte whrend des Kampfes sein Bestes gegeben. Nicolai blickte zu Boden und bemerkte, wie Blut von seinem Krper tropfte. Er war verwundet worden. Ein scharfes Todesschwert hatte seine rechte Seite getroffen, genau ber seiner untersten Rippe. Er begann seinen Halt zu verlieren, da nherte sich ihm einer seiner Schwertmnner.
     "M'Lord!", rief der Schwertkmpfer. "Ihr seid verwundet! Jemand soll herkommen und unserem Kommandanten helfen." Die anderen Schwertkmpfer drehten sich zu Nicolai um. "Sir, wir haben Sandros Armee geschlagen. Wir haben gesiegt!"
     "Habt Ihr irgendwelche Anzeichen von Sandro entdeckt, Schwertsmann?", fragte Nicolai mit schwacher Stimme.
     "Einer der Reiter fand diesen Umhang und einen Stab nahe bei einem lodernden Scheiterhaufen, wo Sandro gestanden hatte, M'Lord. Der Champion durchbohrte ihn bei seinem Angriff auf Sandro. Er sagte, dass Blitze und Funken aus seinem Krper zuckten und er im Feuer verging. Und dies ist alles, was nach dem Todessto brigblieb, Sir."
     Der Schwertkmpfer half Nicolai von seinem Pferd. "Ich habe auf einmal eine Stille bemerkt, die von diesem abscheulichen Ort ausging." Nicolai lag auf dem Boden, whrend sich die Wundheiler um seine Wunde bemhten.
     "Sagt mir, Schwertsmann. Wie viele meiner Mnner sind noch brig?" Seine Frage klang mehr wie eine Bitte.
     "Wir haben viele von unserer Armee verloren, M'Lord. Doch es sind genug verblieben, um einen sicheren Weg hier hinaus zu finden."
     Nicolai nickte zustimmend bei dieser teils entmutigenden Antwort.
     Drei Tage spter war Nicolai von seinem Feldlazarett aufgestanden. Er gab seinen Mnnern Befehl, sich fr den Rckmarsch auf die Oberwelt von Axeoth bereit zu machen. Dann fiel er auf seine Knie nieder, faltete seine Hnde zusammen und begann zu beten.
     "Oh mein Gott. Danke fr diesen Sieg. Danke, dass DU meine Mnner verschont hast und diejenigen aufnimmst, die nicht mehr nach Hause zurckkehren werden. Und Dank auch dafr, dass DU mein eigenes Leben geschont hast. Wir stehen in Deiner Schuld, mein Gott."
     Und gerade als Nicolai sich erhob, hallte eine tiefe Stimme wieder: "Du hast Dich als ein groer Krieger erwiesen, mein Kind. Nund ist die Zeit fr Dich gekommen, in Frieden zu gedeihen und die diplomatischen Beziehungen mit Deinen Nachbarn fr alle Zeiten wiederherzustellen. Das soll Dein nchster 'Kampf' sein. Aber wir spren, dass Du dieser Herausforderung gewachsen bist."
     "Gott?!", fragt Ihr. "Ich wnsche mir Frieden mehr als alles andere. Ich wrde mein Leben dafr geben, Ich wrde die Knigreiche dafr eintauschen. Ich spre ebenso, dass es nun mglich ist, jetzt, da die Bedrohung durch Sandro von AvLee genommen ist."
     "Ja. DU warst es, der AvLee von Sandro befreit hat. Er wird niemals wiederkommen. Er ist nun in unseren Hnden und wir werden ber ihn zu Gericht sitzen gem den Gesetzen unseres Himmels. Es wird Dir leichter fallen, mit all den Parteien innerhalb AvLees zu Rande zu kommen, wenn sie erst herausgefunden haben, was Du hier fertig gebracht hast. Ich wnsche Dir dazu alles Gute, Nicolai."
     "Was wird aus meinem Vater werden, mein Gott?", fragt Ihr die Stimme.
     "Dein Vater war ein groartiger Mann. Er wurde dazu verleitet, was er getan hat. Wir sprechen ihn fr diesen Fehler durch die 'Abrechnung' nicht fr schuldig. Er liebte seine Frau, seine Kinder und alle Lebewesen, die in seinem Knigreich beheimatet waren. Er wurde von uns aufgenommen, genau wie Du angenommen wirst, wenn Deine Zeit gekommen ist."
     Nicolai verbeugte sich und schrie wie befreit auf, als ob eine schwere Last von seinen Schultern genommen worden war. Schon bald darauf nherte sich Sandra dem Lager, sprang von ihrem Ross und rannte auf Nicolai zu.
     "Ich bin ja so froh, dass es Dir besser geht, Nicolai!", sagte sie.
     Er schaute sie mit einem Lcheln an. "Ja, mir geht es schon besser. Wrde es Dir gefallen, uns auf die Oberwelt von Axeoth zu begleiten?"
     Sie erwiderte sein Lcheln: "Ja. Ich wrde gern mit Dir gehen, zurck in Deine Welt. Ich bin nun eine Sterbliche. Der Fluch der Unsterblichkeit ist von mir genommen. Dafr habe ich dir zu danken."
     Sie sammelten alle Einheiten und Vorrte, die ihnen aus der Schlacht verblieben waren, und begannen ihren Marsch in eine neue, gemeinsame ra in AvLee.

In der Zwischenzeit warten die Gtter auf Sandros Ankunft vor ihr Gericht...
     
     





     


 